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Kolik bei Pferden

"Kolik" ist ein Wort, das jeder Pferdebesitzer fürchtet. Unglücklicherweise leiden fast alle Pferde wenigstens einmal in ihrem Leben an einer Kolik. Für Sie als Pferdebesitzer ist es deshalb sehr wichtig zu wissen, wie Sie eine Kolik erkennen können und was Sie dann tun sollten. Obwohl die Mehrzahl der Kolikfälle mit minimaler Hilfe wieder gesund werden, kann tierärztliche Betreuung zum richtigen Moment den Unterschied zwischen Leben und Tod für Ihr Pferd bedeuten.

Was ist eigentlich eine Kolik?

"Kolik" ist keine Krankheit an sich, sondern ein Sammelbegriff für alle Symptome, die auf Bauchschmerzen hinweisen.

Wie erkenne ich, ob mein Pferd eine Kolik hat?

Anzeichen einer leichten Kolik:
das Pferd scharrt und stampft mit den Vorderhufen auf, blickt sich nach seinem Bauch um, tritt und beißt nach seinen eigenen Bauch, streckt sich, als ob es Urin lassen müsste, ist unruhig und legt sich oft hin und steht wieder auf, Diese Symptome verschlimmern sich, je weiter die Kolik fortschreitet.

Anzeichen einer schweren Kolik
das Pferd schwitzt, wälzt sich auf dem Boden, sitzt in Hundestellung, legt sich auf den Rücken, kann nicht mehr aufstehen, atmet sehr schnell (eventuell mit weit geblähten Nüstern, normal sind 8-20 Atemzüge pro Minute), hat einen erhöhten Puls (mehr als 52 Schläge pro Minute), sein Zahnfleisch und seine Augen sind gerötet.

Es gibt viele mögliche Faktoren, die eine Kolik auslösen können und es ist oft unmöglich, die exakte Ursache festzustellen. Es mag überraschend sein, aber der Verdauungsapparat des Pferdes ist für die Anforderungen, die er erfüllen soll, eher schlecht geeignet, und Kolik ist deshalb ein häufiges Problem. Kolik kann zum Beispiel durch Veränderungen in der Haltung hervorgerufen werden:

Bestimmte Umstände können ein Pferd anfälliger für Koliken machen, wie z.B.: Zahnprobleme, Verwurmung und Skrotalhernien bei jungen Hengsten.

Was kann ich tun, wenn ich glaube, dass mein Pferd eine Kolik hat?

Während in einigen Fällen einfache Maßnahmen des Besitzers ausreichen, um die Kolik in den Griff zu bekommen, erfordern andere tierärztliche Hilfe und eventuell sogar eine Operation. Unglücklicherweise überlebt eine geringe Anzahl der Pferde die Krankheit nicht. Der Ausgang einer Operation hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit zwischen den ersten Anzeichen einer Kolik und dem tierärztlichen Eingreifen vergangen ist. Jede unnötige Verzögerung vermindert die Chancen auf einen erfolgreichen Ausgang der Behandlung beträchtlich. Es ist deshalb von äußerster Wichtigkeit, zu erkennen, wann tiermedizinische Hilfe unerlässlich ist.

Wenn Ihr Pferd Anzeichen einer leichten Kolik zeigt, sollten Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

Wenn Ihr Pferd Anzeichen einer schweren Kolik zeigt sollten Sie:

Welche Maßnahmen wird mein Tierarzt ergreifen?

Diese Untersuchungen sind notwendig, um festzustellen, wie schwerwiegend die Erkrankung ist und welche Behandlung angebracht ist. Normalerweise können diese Untersuchungen ohne Probleme durchgeführt werden und verursachen dem Pferd keine Schmerzen.

Was passiert dann?

Anhand der Untersuchungsergebnisse wird Ihr Tierarzt entscheiden, was die beste Behandlungsmethode für Ihr Pferd ist. Entweder wird Ihr Tierarzt Ihrem Pferd Medikamente verabreichen oder Ihnen raten, Ihr Pferd in eine Klinik zu bringen. Wenn es sich um eine leichte Kolik handelt und Ihr Tierarzt sich für eine medikamentöse Behandlung entscheidet, sollten Sie nach Verabreichung der Medikamente regelmäßig nach Ihrem Pferd schauen, um sicher zu gehen, dass die Kolik zurückgeht bzw. vollständig aufhört. Ihr Pferd sollte sich nach einer Stunde bereits so wohl fühlen, dass es wieder Interesse an Futter zeigt. Sollte es weiterhin Koliksymptome zeigen, rufen Sie erneut Ihren Tierarzt.

Sollte Ihr Tierarzt eine Operation für notwendig halten, muss Ihr Pferd in eine Tierklinik gebracht werden, die allerdings weit entfernt sein kann. Es kann nötig sein, Ihrem Pferd für den Transport Schmerz- oder Beruhigungsmittel zu verabreichen.

Was kann ich tun, um eine Kolik zu verhindern?

Man muss sich bewusst machen, dass Pferde aufgrund der Anatomie Ihrer Eingeweide und der Funktionsweise ihres Magen-Darm-Traktes von vornherein anfällig für Koliken sind. Obwohl manche Koliken einfach nicht verhindert werden können, gibt es einige Maßnahmen, die das Risiko verringern, dass Ihr Pferd an einer Kolik erkrankt. Folgende Dinge sollten Sie beachten:

Futter und Wasser

Allgemeine Gesundheitsvorsorge